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11 Prozent weniger Aufträge für die deutsche Industrie

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion zu Jahresbeginn überraschend ​gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Januar zusammen 0,5 Prozent weniger her ⁠als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Zuvor vom Finanzdienst Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einem Wachstum von 1 Prozent gerechnet. Im ‌Dezember hatte es einen Rückgang von revidiert 1 (bisher: minus 1,9) Prozent gegeben. Die Aufträge für die Industrie verminderten sich im Januar um 11,1 ​Prozent zum Vormonat.

Das Bundeswirtschaftsministerium befürchtet infolge des Iran-Kriegs weitere Rückschläge. Wegen der auf den Weltmärkten gestiegenen Gas- und Ölpreise ‌sei „das Risiko für einen Rückschlag ‌bei der erwarteten Erholung der Industriekonjunktur deutlich gestiegen“. Der Ölpreis ist zu Wochenbeginn über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen.

Die Industrie allein stellte im Januar ​2,5 Prozent weniger her als im Vormonat. ⁠Sie hatte in den letzten Monaten des vergangenen Jahres deutlich mehr Neuaufträge an Land gezogen, begünstigt zuletzt ​auch durch große staatliche Bestellungen für die Aufrüstung. Die Hersteller von Metallerzeugnissen fuhren ihre Produktion mit ⁠minus 12,4 Prozent ‌besonders stark herunter. Deutliche Rückgänge gab es auch in der Pharmaindustrie (minus 11,9 Prozent) und bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (minus 6,8 Prozent).

Dagegen nahm die Energieerzeugung mit ⁠10,3 Prozent deutlich zu. „Der ⁠deutliche Anstieg in diesem Bereich könnte auf die außergewöhnlich niedrigen Temperaturen im Januar 2026 zurückzuführen ⁠sein“, ​erklärten die ⁠Statistiker. Die vielen Eis- und Frosttage ​wirkten sich auch auf den Tiefbau aus, etwa ‌den Bau von Straßen, Bahnverkehrsstrecken, Brücken und Tunneln: So verringerte sich die Produktion im Tiefbau ​um 7,5 Prozent zum Vormonat. Dennoch ​wuchs die Bauproduktion insgesamt um 2,9 Prozent.

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