Die sogenannte Alarmrotte der Luftwaffe, die am Schutz des Luftraums über der Nord- und Ostsee beteiligt ist, musste 2025 mehr Alarmstarts ausführen als im Vorjahr. Es habe im vergangenen Jahr rund 20 Alarmstarts vom Stützpunkt Rostock-Laage aus gegeben, sagte der Kommandeur der Fliegenden Gruppe des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71, Thomas Kötting. Detaillierte Einsatzzahlen nannte er nicht.
In Rostock sind vier Eurofighter-Kampfjets permanent startbereit, um Militärflugzeuge vom Eintritt in Nato-Luftraum abzuhalten, wenn sie sich ihm nähern. Die Zahl solcher Vorfälle ist zuletzt gestiegen: 2024 hatte die Alarmrotte noch 15 Mal russische Militärmaschinen vom Eintritt in Nato-Luftraum abgehalten.
„Wir schützen unseren Luftraum und machen klar: Hier ist die Grenze Deutschlands und nicht weiter“, sagte Kötting. Die Einsätze könnten auch erfolgen, um zivile Flugzeuge zu eskortieren, wenn sie nicht auf Funksprüche reagierten: „Schlimmstenfalls ist es eine Entführung“, sagte Kötting. Neben der für Norddeutschland zuständigen Alarmrotte Nord unterhält die Luftwaffe noch eine Alarmrotte Süd, die in Bayern stationiert ist.
Über der Nordsee gebe es relativ viele russische Aufklärungsflüge, sagte Ingmar Kerkhoff, der stellvertretende Leiter des Nationalen Lage- und Führungszentrums für Sicherheit im Luftraum. Diese würden auch in der Nähe des deutschen Luftraums stattfinden, stellten aber keine Luftraumverletzungen dar. Daher würden sie „nicht in jedem Fall von der deutschen Alarmrotte begleitet“, sagte Kerkhoff.
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