Bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt will Bundestagspräsidentin Klöckner die Solidarität Deutschlands mit der Ukraine bekräftigen. Dafür wird sie vom Parlament in Kiew mit einer besonderen Aufgabe gewürdigt.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist zu ihrem ersten Besuch in Kiew eingetroffen. Am Bahnsteig in der ukrainischen Hauptstadt empfing sie der ukrainische Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk. Aus Sicherheitsgründen war die Reise mit dem Nachtzug vorab nicht angekündigt worden.
Die CDU-Politikerin möchte dem ukrainischen Parlament die Solidarität Deutschlands im fünften Jahr des russischen Angriffskriegs übermitteln sowie sich über Herausforderungen der Energieversorgung und Fähigkeiten in der Drohnenabwehr informieren. Es wird erwartet, dass Klöckner als erste Vertreterin Deutschlands eine Rede im Parlament, der Werchowna Rada, halten wird.
„Blick für Ukraine nicht verlieren“
Geplant ist zudem ein Gespräch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj. „Gerade jetzt, wo sich viel Aufmerksamkeit auf die Lage in Nahost richtet, dürfen wir den Blick für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht verlieren“, sagte Klöckner. Für sie sei es „eine große Ehre und eine sehr berührende Geste“, im ukrainischen Parlament sprechen zu dürfen.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte zuletzt angekündigt, Deutschland werde der Ukraine angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes zusätzliche finanzielle Unterstützung zur Verfügung stellen. Geplant sind mehr als 200 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen unter anderem Aufklärungsdrohnen finanziert und der Zivilschutz unterstützt werden.
Source: tagesschau.de