Bundeskanzler Merz besucht Verbotene Stadt und Tech-Metropole

Stand: 26.02.2026 • 08:35 Uhr

Bundeskanzler Merz besucht am letzten Tag seiner China-Reise die Tech-Metropole Hangzhou. Vorher besichtigte er die Verbotene Stadt in Peking – und verewigte sich dort im Gästebuch mit einem Schiller-Zitat.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat seinen China-Besuch mit der Besichtigung der Verbotenen Stadt in Peking fortgesetzt. Das heutige UNESCO-Weltkulturerbe diente mehr als 500 Jahre lang als Kaiserpalast und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Chinas.

In seinem Eintrag ins Gästebuch wünschte er Deutschland und China Tempo, Kraft und Energie für „ein Jahr der Zusammenarbeit und des Wachstums“ und ergänzte seinen Eintrag mit einem Zitat aus dem Gedicht „Sprüche des Konfuzius“ von Friedrich Schiller: „Dreifach ist der Schritt der Zeit / Zögernd kommt die Zukunft hergezogen / Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen / Ewig still steht die Vergangenheit.“ In China hat gerade das neue Jahr des Pferdes begonnen.

Anschließend sah sich Merz in der chinesischen Hauptstadt eine Präsentation autonom fahrender Fahrzeuge des deutschen Autobauers Mercedes an.

Merz besucht Siemens Energy in Hangzhou

Am Vormittag reist Merz weiter in die südchinesische Millionen-Metropole Hangzhou. Die Stadt ist ein wichtiger Standort für Großunternehmen wie etwa den chinesischen Versandhändler Alibaba und das KI-Unternehmen DeepSeek.

Dort besucht Merz neben Unitree Robotics, einem chinesischen Hersteller menschenähnlicher Roboter, auch Siemens Energy, das in Hangzhou seit 1995 mit einem Standort für Hochspannungsschaltanlagen vertreten ist.

Begleitet wird der Bundeskanzler von einer 30-köpfigen Wirtschaftsdelegation, zu der unter anderem auch die Vorstandschefs von Volkswagen, BMW, Mercedes, Bayer und Siemens gehören. Am Nachmittag reist er zurück nach Berlin, wo er in der Nacht eintrifft.

Deutsch-chinesische Regierungskonsultationen geplant

Merz hatte bei seinem Antrittsbesuch am Mittwoch zunächst Chinas Ministerpräsident Li Qiang und Staatspräsident Xi Jinping zu Gesprächen getroffen. Beide Seiten hatten dabei ihren Willen zur Vertiefung ihrer Beziehungen trotz vieler Streitpunkte vor allem im Wirtschaftsbereich geäußert. Zum Jahresende wurden deutsch-chinesische Regierungskonsultationen vereinbart.

Nach dem Treffen mit Präsident Xi kündigte Merz einen chinesischen Großauftrag für den europäischen Flugzeugbauer Airbus von bis zu 120 Maschinen an. Merz forderte die chinesische Führung bei dem Besuch auch erneut auf, bei den Bemühungen um eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ihren Einfluss geltend zu machen.

Mit Informationen von Markus Preiß, ARD-Hauptstadtstudio Berlin, zurzeit in China.

Source: tagesschau.de