Bundesinstitut warnt vor Vergiftung durch Lupinensamen

Stand: 17.09.2025 17:32 Uhr

Sie gelten als „Superfood“ und „Eiweißbombe“: Lupinensamen. Doch je nach Art können sie zu Vergiftungen führen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung kann der Konsum von Lupinensamen zu Vergiftungen und allergischen Reaktionen führen. Das betrifft aber nicht alle Lupinensorten gleichermaßen.

Lupinensamen haben schon seit einigen Jahren den Ruf als „Superfood“ und „Eiweißbombe“. Gerade für Vegetarierinnen und Vegetarier ist die Hülsenfrucht eine beliebte pflanzliche Proteinquelle. Jetzt warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung: Je nach Sorte können Lupinensamen giftig sein.

Symptome von Übelkeit bis Herzbeschwerden

Dabei kommt es auf die Menge der Chinolizidin-Alkaloide an, die in einer Lupinenart enthalten sind. Die Stoffe können Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Magenschmerzen und Herzbeschwerden auslösen.

Besonders die Bitterlupine enthält viele solcher Chinolizidin-Alkaloide. Zwar stuft das Bundesinstitut das Risiko für eine Vergiftung durch Bitterlupinen als „mittel“ ein, weil bisher nur wenige Fälle bekannt sind. Allerdings könne die Dunkelziffer der Vergiftungen sehr hoch sein, da die Symptome eher nicht eindeutig zuzuordnen seien.

Allergiker sollten auf Lupinensamen verzichten

Deswegen rät das Bundesinstitut dazu, nur kleine Mengen an Lupinensamen zu essen, um das Risiko einer Vergiftung zu minimieren. Einen genauen EU-Richtwert gibt es bisher nicht, weil die Datenlage nicht ausreicht.

Allergikerinnen und Allergikern sollten lieber komplett auf Lupinensamen verzichten, weil das Risiko für Kreuzreaktionen hoch sei. Insbesondere gilt das für Menschen mit Erdnussallergie: Jeder Fünfte von ihnen reagiere auch auf Lupinen allergisch.

Source: tagesschau.de