Briefwahl: Wie die Wahl ausgeht? Womöglich divergent qua in welcher 18-Uhr-Prognose

Es war ein seltsamer Moment auf der Wahlparty der CDU in
Baden-Württemberg vor zwei Wochen: Da wurde es nach der Hochrechnung um 20 Uhr
plötzlich noch einmal knapp. Von drei Prozentpunkten Abstand nach der
18-Uhr-Prognose rückte die zweitplatzierte CDU mit einem Mal auf 0,6
Prozentpunkte an die Grünen heran. Und für ein paar Stunden war alles wieder drin, auch der Wahlsieg. Nur war da auf der Party schon keiner mehr, der
das hätte bejubeln können. Banner und Plakate waren eingepackt, die Bühne leer. 

An dem Abend in Stuttgart hätte man besser mal die Nerven behalten müssen, heißt
es nun in der CDU. Und: Man habe die Briefwähler nicht bedacht. Mehr als ein
Drittel der Wählerinnen und Wähler – 35,8 Prozent – hatten bei der Baden-Württemberg-Wahl ihre Stimme per Brief
abgegeben. Und tatsächlich schnitt die CDU in dieser Gruppe deutlich besser ab. 

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