Brandmauer gegen die AfD: Ein guter Vorsatz wäre, die Brandmauer ernsthaft zu errichten

Die sogenannten Raunächte zwischen Weihnachten und
Silvester dienen der mentalen Einstimmung aufs kommende Jahr. Politisch denkende
Menschen machen sich in diesen Tagen Gedanken über das anstehende Wahljahr 2026,
in dem die AfD in fünf Bundesländern Rekordergebnisse zu erzielen droht. Wer
angesichts dessen fordert, endlich die Brandmauer zu verabschieden, verhält
sich jedoch so, als würde man noch vor dem Silvesterabend alle guten Vorsätze
über Bord werfen, ohne ihnen auch nur eine Chance gegeben zu haben.

Die Schlagzeile „[Person XY des öffentlichen Lebens]
fordert Ende der Brandmauer“ ist in den vergangenen Monaten zu einem eigenen
journalistischen Genre avanciert. Um nur wenige Beispiele zu nennen: Manfred Weber, Chef der Europäischen VolksparteiMarie-Christine Ostermann, Präsidentin des Verbands der Familienunternehmer, oder der Politikwissenschaftler Philip
Manow
beteiligten sich
zuletzt am Anti-Brandmauer-Chor. Nun hat sich auch die Schriftstellerin und
bundesrepublikanische Zwischenruferin Juli Zeh zu Wort gemeldet. „Der Versuch,
mit der Brandmauer die AfD kleinzuhalten, hat in den letzten zehn Jahren nichts
gebracht“, sagt sie in einem taz-Interview.

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