Ein Tierquäler hat sich nachts Zugang zu einer Kindertagesstätte in Gera verschafft und ein Kaninchen getötet. Doch damit nicht genug: Ohren, Fell und Innereien drapierte er auf dem Brett, auf dem die Kinder eigentlich das Gemüse für die Fellfreunde schneiden.
Ein unbekannter Mann ist nachts über das Gartentor einer Kita in Gera (Thüringen) geklettert. Anschließend öffnete er das Hasengehege im Kleingarten der Einrichtung, entnahm ein Tier und tötete es. Das zeigen Kameraaufnahmen, über die „Bild“ berichtet. „Der Täter hat sich in der Nacht zu Dienstag unberechtigt Zugang zum Gelände verschafft“, bestätigte Polizeisprecherin Selina Rolle der Zeitung.
Die Kita „Krümel“ bietet Kaninchenzucht als Projekt für die Kindergarten-Kinder an. Bei dem getöteten Tier handele es sich um „Johnny“, sagte Projektleiter Tobias Theil „Bild“. Der Rammler sei mit einem Messer und einer Schaufel getötet worden. „Ich habe später Blutspritzer in 1,80 Metern Höhe entdeckt“, erklärte Theil.
Besonders makaber: Der Tierquäler schnitt dem Tier die Ohren ab, zog das Fell ab und weidete es aus. All das drapierte der Unbekannte auf ein Brett, auf dem die Kinder eigentlich das Gemüse für die Kaninchen schneiden. Das Fleisch soll er laut „Bild“ mitgenommen haben. Insgesamt wohnen zehn tierische Bewohner in dem Tiergehege.
Ähnlicher Vorfall vor vier Jahren in anderer Kita in Gera
Der Sachschaden wird laut Polizei auf einen mittleren zweistelligen Betrag geschätzt. Die Beamten ermitteln wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Wer Hinweise hat, soll sich unter der Telefonnummer 0365 / 8234 – 1465 (Bezugsnummer: 0307296/2025) melden.
Da nicht öffentlich gefahndet wird, hat nur die Polizei Zugriff auf die Bilder der Überwachungskamera. Der Täter soll darauf aber zu sehen sein. Bevor er das Kabel der Kamera durchschnitt, schaute er nach Informationen von „Bild“ direkt in die Kamera.
Bereits vor fast genau vier Jahren gab es in einer anderen Kita in der Stadt einen ähnlichen Vorfall. In der Einrichtung „Sausewind“ wurde das Kaninchen „Ostwind“ geköpft. Damals waren 1000 Euro Belohnung zur Ergreifung des Täters ausgesetzt worden.
jm
Source: welt.de