Bisher keine Hormus-Eskorten: US-Militär zerstört Minenlegerboote dieser Revolutionsgarden

Bisher keine Hormus-EskortenUS-Militär zerstört Minenlegerboote der Revolutionsgarden

11.03.2026, 00:56 Uhr

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Die US-Marine kann einen Schutz von Handelsschiffen in der Meerenge von Hormus nicht garantieren. (Foto: picture alliance / ROPI)

Ein US-Begleitschutz für Öltanker durch die Straße von Hormus findet derzeit nicht statt. Insider schätzen das Risiko für zu hoch ein. US-Präsident Trump droht den Revolutionsgarden mit Gegenschlägen, falls sie die Meerenge verminen wollen. Das US-Militär schafft bereits Fakten.

Das US-Militär hält Eskorten von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus Insidern zufolge derzeit für zu riskant. Die Marine habe nahezu täglich entsprechende Anfragen aus der Schifffahrtsbranche erhalten, diese aber abgelehnt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Die Marine habe dies damit begründet, dass das Risiko von Angriffen derzeit zu hoch sei. Das Pentagon war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Präsident Donald Trump drohte dem Iran aber mit drastischen militärischen Konsequenzen, sollte er in der Straße von Hormus Minen platzieren. Das US-Zentralkommando meldete die Zerstörung von 16 Minenlegerbooten des Iran in der Nähe der Meerenge.

Trump hat in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt, dass die USA im Bedarfsfall jederzeit zu Begleitschutz bereit seien, um die Transporte in der wichtigen Wasserstraße wieder aufzunehmen. Der Vorsitzende des Generalstabs der US-Streitkräfte, General Dan Caine, sagte vor Reportern im Pentagon, das US-Militär habe damit begonnen, Optionen für mögliche Schiffseskorten zu prüfen, falls ein entsprechender Befehl erteilt werden sollte.

Bislang habe die US-Marine allerdings keinen Öltanker und auch kein anderes Handelsschiff durch die Straße von Hormus geleitet, sagte Präsidialamtssprecherin Karoline Leavitt. Sie sah sich zu der Klarstellung veranlasst, nachdem Energieminister Chris Wright für Verwirrung in der Sache gesorgt hatte. Er löschte einen Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst X, in dem er kurz zuvor erklärt hatte, dass die US-Marine einen Öltanker erfolgreich durch die Meerenge eskortiert habe.

Geheimdienste: Iran plant Minenverlegung

Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran ruht der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Öltransport strategisch wichtigen Straße von Hormus fast vollständig. Ein hochrangiger Vertreter der iranischen Revolutionsgarden erklärte, die Meerenge sei gesperrt, wie iranische Medien vergangene Woche berichteten. Der Iran werde auf jedes Schiff feuern, das passieren wolle. Mehrere Schiffe wurden bereits getroffen.

Der Sender CBS News berichtete, US-Geheimdienste sähen Anzeichen dafür, dass der Iran Vorbereitungen treffe, Minen in der Straße von Hormus zu legen. Trump erklärte, den USA lägen keine Berichte vor, wonach der Iran Minen in der Wasserstraße ausgelegt habe. Falls er dies aber dennoch „aus irgendeinem Grund“ getan habe, so müsse er die Minen sofort entfernen. Sollte dies nicht unverzüglich geschehen, „wird dies für den Iran militärische Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß haben“. Die USA würden „dieselben Technologien und Raketenkapazitäten einsetzen wie gegen Drogenhändler, um alle Boote oder Schiffe, die versuchen, die Straße von Hormus zu verminen, permanent zu eliminieren“. Sollten die Iraner hingegen „entfernen, was womöglich platziert wurde“, wäre das „ein großer Schritt in die richtige Richtung“.

Quelle: ntv.de, mau/rts

Source: n-tv.de