Wie teuer ein Restaurantbesuch in Deutschland ist, hängt stark vom Standort ab. Besonders in Norddeutschland und den Stadtstaaten liegen die Preise in der Gastronomie über dem bundesweiten Durchschnitt. Das geht aus einer Auswertung des auf Gastrodaten spezialisierten Start-ups Meoton hervor, über die der „Spiegel“ berichtet.
Demnach ist ein Gericht in Thüringen mit durchschnittlich 10,91 Euro am günstigsten. In Mecklenburg-Vorpommern, das stark vom Tourismus geprägt ist, liegt der Durchschnittspreis dagegen bei 13,09 Euro. In Bayern kostet ein Gericht im Schnitt 11,65 Euro – trotz der dort vergleichsweise hohen Kaufkraft.
Auch bei Getränken zeigen sich Unterschiede. In Thüringen und Baden-Württemberg liegen die Durchschnittspreise bei maximal 4,65 Euro, während sie in Hamburg und Schleswig-Holstein mit jeweils rund 5,13 Euro deutlich höher sind.
Nach Einschätzung von Meoton-Mitgründer Christian Haese spielen unter anderem die hohen Mieten in Großstädten eine Rolle: „Sie landen am Ende auf der Speisekarte.“
Für die Analyse wertete das Unternehmen automatisiert Speisekarten von rund 30.000 Gastronomiebetrieben aus – vom Imbiss bis zum Gourmetrestaurant. Daraus wurden Durchschnittspreise für zwölf Speisen und 14 Getränke berechnet, darunter Klassiker wie Schnitzel, Tiramisu und Bier.
Source: welt.de