Vielleicht muss man in Eitorf wohnen, um die Debatten in Deutschland auf den Kopf zu stellen. Nicht in den trendigen Vierteln der Metropolen, nicht in pittoresken Universitätsstädten, nicht in entvölkerten Bergbauregionen, sondern in dieser Zehntausend-Einwohner-Stadt im Rhein-Sieg-Kreis, dreißig Kilometer östlich von Bonn. Die Häuser sind weder schön noch hässlich; Kölschkneipen gibt es ebenso wie Dönerbuden; Ausländeranteil, Arbeitslosenquote und Wahlergebnisse liegen im Bundesdurchschnitt. Würde man Eitorf auf einen Begriff bringen wollen, käme man um ein Wort kaum herum: normal.
Source: faz.net