Berichte zusätzlich iranische Aktionen: Bundesregierung hat keine Hinweise hinaus Verminung von Meerenge

Berichte über iranische AktionenBundesregierung hat keine Hinweise auf Verminung von Meerenge

11.03.2026, 18:56 Uhr

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Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Blockade der Straße von Hormus führt zu Verwerfungen auf dem globalen Ölmarkt, die auch in Deutschland an der Tankstelle zu spüren sind. Berichte darüber, dass der Iran in der Meerenge Minen legt, verschärfen die Sorge vor steigenden Preisen – doch Außenminister Wadephul beruhigt.

Außenminister Johann Wadephul hat sich zurückhaltend zu einem möglichen Einsatz deutscher Minenräumschiffe in der Straße von Hormus geäußert. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine Hinweise darauf, dass die Meerenge vermint sei, sagte Wadephul vor seinem Abflug aus dem Golfstaat Katar.

Die Passage sei derzeit faktisch blockiert. „Es findet praktisch kein Schiffsverkehr statt und es sieht sich auch niemand hier in der Region in der Lage, einen entsprechenden Schutz sicherzustellen“, so der Außenminister. Die Situation habe erhebliche Auswirkungen auf die weltweite Energieversorgung. „Diese faktische Sperrung der Straße von Hormus hat natürlich schwere Auswirkungen auf die Energiesicherheit und auf die Energieversorgung insbesondere Asiens“, sagte Wadephul. Dies wirke sich mittelbar auch auf den europäischen Markt aus.

Zuletzt hatten auch Berichte über angeblich vom Iran in der Straße von Hormus verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung befeuert. Das US-Militär zerstörte nach eigenen Angaben 16 iranische Minenleger-Schiffe. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran im Fall einer Sperrung der Meerenge mit schweren Bombardierungen.

Wadephul drängte weiter auf eine diplomatische Lösung der aktuellen Krise. „Ich sehe für diese Frage einer sicheren Passage durch die Straße von Hormus am Ende des Tages nur eine diplomatische Lösung und keine militärische“, sagte er. Die aktuelle Lage sei ein weiteres Argument dafür, jetzt intensiv darüber zu verhandeln, wie die Kampfhandlungen beendet werden könnten.

Außenminister nimmt gestrandete Deutsche mit

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert dort normalerweise täglich die Meerenge.

Wadephul nutzt seinen Krisenbesuch in Katar auch dafür, deutschen Touristen eine Heimreise zu ermöglichen. Das kündigte der CDU-Politiker bei seinem Besuch in Doha an, der Hauptstadt des Golf-Emirats. Unter den deutschen Staatsangehörigen, die in der Militärmaschine der Bundeswehr vom Typ A400M mit Wadephul nach Riad reisen, sind drei Familien mit Kindern. Sie waren wegen des Iran-Kriegs in der Region gestrandet.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, insgesamt werde eine niedrige zweistellige Zahl von deutschen Staatsangehörigen mit der Delegation des Außenministers in die saudische Hauptstadt fliegen. An Bord waren zehn Touristen und ein Bundeswehrangehöriger, der sich dienstlich in der Region aufhielt. Von Riad aus soll die Gruppe mit einem von der Bundesregierung organisierten Sonderflug weiter nach Deutschland fliegen. Der Iran-Krieg dauert seit gut eineinhalb Wochen an. Eine genaue Zahl, wie viele Deutsche festsitzen, gibt es nicht.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

Source: n-tv.de