Bericht: „Wochenlanger Einsatz“Pentagon hat fertige Planung für Bodentruppen im Iran
29.03.2026, 04:50 Uhr
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US-Präsident Trump hat noch nicht über den Einsatz von Bodentruppen im Iran entschieden. Das Pentagon verfügt jedoch über eine detaillierte Planung, berichten US-Medien. Die Ausrüstung für amphibische Angriffe ist bereits vor Ort.
Das US-Verteidigungsministerium hat Medienberichten zufolge weit fortgeschrittene Pläne für eine wochenlange Bodenoffensive im Iran vorgelegt. Die Pläne umfassten Bodeneinsätze von Spezialeinheiten und konventionellen Bodentruppen auf der für die iranischen Ölexporte wichtigen Insel Charg sowie in Küstenstandorten nahe der Straße von Hormus, berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte. Ein vollständiger Einmarsch sei jedoch nicht Teil der Pläne.
US-Präsident Donald Trump hat bislang keinen Einsatz von Bodentruppen im Iran genehmigt. Laut „Washington Post“ sind die Pläne des Pentagons jedoch bereits weit fortgeschritten. „Dies ist keine Planung in letzter Minute“, zitierte die Zeitung einen Beamten.
Die iranische Insel Charg liegt im Norden des Persischen Golfs etwa 30 Kilometer von der Küste und rund 500 Kilometer von der Straße von Hormus entfernt. Seit Kriegsbeginn hatten Israel und die USA die Insel zunächst gemieden. In den vergangenen Wochen hatten US-Medien wiederholt über Spekulationen berichtet, wonach US-Bodentruppen möglicherweise für einen Einsatz insbesondere auf Charg vorbereitet werden.
3500 Marines in Nahen Osten eingetroffen
Zuvor war amphibische Angriffsschiff „USS Tripoli“ der US-Marine in der Golfregion eingetroffen. Das normalerweise in Japan stationierte Schiff sei am Freitag in der Region angekommen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom im Onlinedienst X mit. Die Verlegung des Schiffes schürte ebenfalls Spekulationen über einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen im Iran.
Die „USS Tripoli“ sei das Flaggschiff eines Kontingents von „etwa 3500“ Marineinfanteristen und Matrosen, erklärte Centcom. Zu der Gruppe gehörten auch „Transport- und Kampfflugzeuge sowie Ausrüstung für amphibische Angriffe“, hieß es weiter. Vom Centcom veröffentlichte Fotos zeigten mehrere Seahawk-Hubschrauber auf dem Schiffsdeck sowie Osprey-Flugzeuge, die üblicherweise zum Truppentransport eingesetzt werden. Ein weiteres Bild zeigte einen F-35-Kampfjet.
US-Außenminister Marco Rubio hatte am Freitag erklärt, Washington könne seine Ziele im Iran auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen. US-Präsident Donald Trump hält sich bei dem Thema dagegen seit Wochen bedeckt. Mehrere US-Medien berichteten, der Präsident erwäge die Entsendung von mindestens 10.000 Soldaten an den Golf.
Source: n-tv.de