Beim Besuch des belarusischen Präsidenten Lukaschenko in Nordkorea gab es viel pompöses Zeremoniell. Aber wenig Informationen, wie die engere Zusammenarbeit beider Länder aussehen soll – und ob sie noch näher an Russland heranrücken.
Zwei Tage war der Staatschef von Belarus, Alexander Lukaschenko, zu Gast in Nordkorea beim dortigen Machthaber Kim Jong Un. Kim empfing ihn mit rotem Teppich, militärischen Ehren und einer Parade weißer Schimmel.
Es folgten viele zeremonielle Termine: Lukaschenko legte Blumen am Kumsusan-Sonnenpalast nieder – einem Mausoleum für die vorherigen nordkoreanischen Machthaber Kim Il-sung, der Staatsgründer, und Kim Jong-il, sein Sohn. Beide liegen dort einbalsamiert.
Unabhängige Informationen über den Verlauf des Treffens gibt es nicht. Die beiden Staatschefs sollen mehrere Abkommen unterschrieben haben – zur Freundschaft und Zusammenarbeit der beiden Länder, sowie zu Themen wie Landwirtschaft, Diplomatie, Gesundheit und Bildung. Das meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap und beruft sich dabei auf nordkoreanische Staatsmedien. Details sind nicht bekannt.
Zwei enge Partner Russlands
Kim und Lukaschenko hatten sich zuletzt in Peking getroffen, bei einer Militärparade im September 2025. Dort soll Kim Lukaschenko nach Nordkorea eingeladen haben.
Beide Länder vereint, dass sie mit Russland befreundet sind und die westliche Welt sie mit harten Sanktionen belegt hat. So legte Lukaschenko am Kumsusan-Sonnenpalast auch ein Blumenbouquet im Namen des russischen Präsidenten Wladimir Putin ab.
Belarus und Nordkorea unterstützen beide Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Lukaschenko ließ zu, dass russische Truppen über belarusisches Territorium den Angriffskrieg gegen die Ukraine begannen. Nordkorea hat Truppen zur Unterstützung des russischen Militärs entsandt.
Source: tagesschau.de