Bekennerschreiben dieser „Vulkangruppe“: „Den Tätern ist die Deutung mindestens so wichtig wie die Tat“

Nach dem Anschlag auf eine wichtige Stromleitung in Berlin war zeitweise in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Betrieben die Elektrizität weg. Medien erhielten ein langes Bekennerschreiben der als linksextrem eingestuften „Vulkangruppe“, das linke Websites online stellten. Auf Social Media wurde wild über eine Fälschung spekuliert, womöglich gar durch den russischen Geheimdienst. Zwei weitere Schreiben sorgten für Verwirrung: Eines bestärkte die Täterschaft der „Vulkangruppe“, ein anderes bestritt sie. Joachim Scharloth ist Sprachforensiker und Universitätsprofessor. Er setzt sich schon lange mit Bekennerschreiben nach politischen Anschlägen auseinander, erklärt hier ihre krude Logik und ihre Entwicklung von der RAF bis zum Unabomber. 

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