„Bedingungen noch nicht gut genug“ – Trump schließt Abkommen mit Iran vorerst aus

Laut US-Präsident Donald Trump ist Teheran bereit, über einen Waffenstillstand zu verhandeln. Er aber wolle noch kein Abkommen schließen. Libanon meldet fünf Tote nach israelischem Beschuss. Und: Die Formel 1 sagte Rennen im Nahen Osten ab. Mehr im Liveticker.

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:

05:45 Uhr – Sorge vor digitalen Attacken gegen USA wächst

Der Iran-Krieg wird auch im Internet geführt. Proiranische Hacker greifen Ziele im Nahen Osten und weiten ihre Aktivitäten zunehmend auf die USA aus. Damit wächst das Risiko, dass amerikanische Rüstungsfirmen, Strom- und Wasserwerke in ein digitales Chaos hineingezogen werden. Dieses könnte noch weiter zunehmen, sollten sich weitere Verbündete Teherans einschalten.

Vor wenigen Tagen hatte sich die Hackergruppe Handala zu einem Cyberangriff auf den US-Medizintechnikkonzern Stryker bekannt. Seit Kriegsbeginn versuchte die Gruppe auch, auf Kameras in Nahoststaaten zuzugreifen, um die Treffsicherheit iranischer Raketen zu erhöhen. Sie attackierte Datenzentren in der Region sowie Industrieanlagen in Israel, eine Schule in Saudi-Arabien und einen Flughafen in Kuwait.

05:30 Uhr – Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien meldet zehn abgefangene Drohnen

Saudi-Arabien hat dem Verteidigungsministerium zufolge zehn ​Drohnen über der Hauptstadt Riad und den östlichen Regionen des Landes abgefangen.

05:00 Uhr – US-Medienaufsicht droht Sendern mit Lizenzentzug

Nach der Kritik der US-Regierung von Präsident Trump an einigen US-Medien wegen ihrer Berichterstattung über den Iran-Krieg hat die US-Medienaufsichtsbehörde FCC Konsequenzen angedroht. Sender müssten laut Gesetz „im öffentlichen Interesse“ handeln, erklärte FCC-Chef Brendan Carr im Onlinedienst X. Sie verlieren demnach ihre Lizenzen, „wenn sie dies nicht tun“.

Sender, die „auch als Fake News bekannte Falschmeldungen und Nachrichtenverzerrungen“ verbreiteten, hätten nun „die Chance, ihren Kurs zu korrigieren, bevor ihre Lizenzverlängerungen anstehen“, warnte Carr. Konkrete Medien nannte er nicht.

03:55 Uhr – Bei Tankflugzeug-Absturz getötete US-Soldaten identifiziert

Das US-Verteidigungsministerium hat nach ​eigenen Angaben sechs bei einem Flugzeugabsturz im Irak getötete US-Soldaten identifiziert. Ein feindlicher oder versehentlicher Beschuss sei nicht die Ursache gewesen, hieß ⁠es. Die Islamische Widerstandsbewegung im Irak, eine vom Iran unterstützte Miliz, hatte dagegen erklärt, sie habe das Flugzeug abgeschossen.

Zunächst hatte das US-Militär den Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder bestätigt und nach den beiden anderen suchen lassen. Die Soldaten waren an Bord eines Tankflugzeugs vom Typ KC-135, das zur Unterstützung von US-Angriffen auf den Iran im Einsatz war. An dem Absturz war dem Militär zufolge ein weiteres ⁠Flugzeug beteiligt. ​Die Untersuchung des Vorfalls dauert ‌an.

02:53 Uhr – Trump verteidigt Lockerung von Öl-Sanktionen gegen Russland

US-Präsident Donald Trump hat die Lockerung von Sanktionen seiner Regierung gegen Russland gerechtfertigt. „Ich will Öl für die Welt haben“, sagte Trump dem Sender NBC News auf die Frage zu seiner Entscheidung, angesichts der steigenden Energiepreise Kaufbeschränkungen zu lockern.

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Zur Unterstützung der Ukraine in ihrem seit mehr als vier Jahren andauernden Abwehrkampf gegen Russlands Invasion waren beispiellose Sanktionen gegen Moskau verhängt worden. Doch vor wenigen Tagen teilte US-Finanzminister Scott Bessent mit, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befinde, vorerst doch wieder straflos verkauft werden dürfe. Ziel sei, das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Kriegs drastisch gestiegen waren. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

02:46 Uhr – Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt

Nach der militärischen Eskalation im Nahen Osten hat die Formel 1 die beiden Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Wie der Motorsport-Weltverband Fia mitteilte, werden die für den 12. und 19. April angesetzten Rennen aus dem Kalender ersatzlos gestrichen. Am Freitag hatte bereits der TV-Sender Sky berichtet, dass die beiden Rennen ausfallen.

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01:58 Uhr – Trump: Nicht bereit für ein Abkommen mit dem Iran

Donald Trump ist nach eigenen Worten derzeit nicht bereit für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran. „Der Iran will ein Abkommen schließen, und ich will es nicht schließen, weil die Bedingungen noch nicht gut genug sind“, zitierte ihn der Sender NBC News. Auf die Frage des Senders, wie die Bedingungen für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges aussehen müssten, habe Trump am Telefon erwidert: „Das möchte ich Ihnen nicht sagen.“

Er bestätigte aber, dass eine Verpflichtung des Irans, jegliche nukleare Ambitionen aufzugeben, Teil davon sein würde. Öffentlich haben sich ranghohe iranische Vertreter nicht dazu geäußert, bereit für ein Abkommen für ein Ende des Krieges zu sein.

01:30 Uhr – Libanon: Fünf Tote bei israelischen Angriffen

Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Südlibanon sind nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Einer der Angriffe habe den Bezirk Nabatije getroffen und vier Menschen das Leben gekostet, darunter ein Kind, teilte das Gesundheitsministerium mit. Demnach gab es dort fünf Verletzte. Bei einem weiteren Angriff auf den Bezirk Mardsch Uyun sei ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden.

01:08 Uhr – Trump droht mit weiteren Angriffen auf iranische Insel Kharg

Donald Trump hat mit weiteren Angriffen auf ⁠die iranische Insel Kharg gedroht. Die USA könnten die Insel „nur zum Spaß noch ein paar Mal treffen“, sagte der US-Präsident in einem Interview mit dem Sender NBC News. Die bisherigen US-Angriffe hätten den größten Teil der Insel „total zerstört“.

01:00 Uhr – Schweiz untersagt zwei US-Militärflugzeugen Überflug

Die Schweiz hat den USA untersagt, mit zwei Militärflugzeugen über das Land zu fliegen. Das teilte die Schweizer Regierung mit. Das Neutralitätsrecht verbiete Überflüge der Konfliktparteien im Zusammenhang mit dem Krieg, hieß es zur Begründung der Ablehnung des US-Überfluggesuchs für zwei Aufklärungsflugzeuge. Zulässig seien Überflüge zu humanitären und medizinischen Zwecken wie Transporte von Verwundeten. Auch Überflüge, die in keinem Zusammenhang mit dem Konflikt stehen, würden genehmigt.

00:55 Uhr – Berichte: Mindestens 15 Tote bei Angriff auf Isfahan

Bei einem Angriff auf die Stadt Isfahan im Zentraliran sind nach örtlichen Medienberichten mindestens 15 Menschen getötet worden. Die Attacke habe einem Industriegebiet gegolten, meldeten die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars und der Sender SNN. Das israelische Militär erklärte, es habe die Gegend nicht ins Visier genommen. Die US-Streitkräfte wollten sich zunächst nicht äußern.

00:50 Uhr – Großbritannien prüft offenbar Entsendung Tausender Drohnen

Großbritannien prüft einem Bericht der Zeitung „The Telegraph“ zufolge die Entsendung Tausender Abfangdrohnen in den Nahen Osten. Demnach untersuchen ⁠Militärvertreter, ​ob das Abfangdrohnensystem „Octopus“ ‌zur Verteidigung gegen iranische „Shahed“-Drohnen eingesetzt werden kann. Das System wird in Großbritannien für den Einsatz der Ukraine gegen Russland hergestellt. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht überprüfen.

00:31 Uhr – Türkischer Außenminister: Iran wohl offen für inoffizielle Gespräche

Der türkische Außenminister Hakan Fidan sieht derzeit keine ernsthafte Initiative für eine Wiederaufnahme von Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Er glaube aber, dass Teheran offen für Gespräche über inoffizielle Kanäle sei, sagte Fidan in Ankara. Aktuell seien „die Bedingungen nicht sehr günstig“ für Diplomatie. Die Iraner „fühlen sich verraten“, da sie schon zum zweiten Mal während laufender Verhandlungen mit den USA über ihr Atomprogramm angegriffen worden seien, erklärte Fidan. Gleichwohl fügte er hinzu: „Ich denke, sie sind für jede vernünftige Diplomatie hinter den Kulissen offen.“

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00:20 Uhr – Irak: Drohnenangriff legt Raffinerie in Erbil lahm

Nach einem ⁠Drohnenangriff ​auf ‌die Raffinerie Lanaz in der nordirakischen Stadt Erbil bleibt der Betrieb ausgesetzt. Ein durch den Angriff ausgelöster ‌Brand ⁠sei inzwischen unter Kontrolle, ​teilten Vertreter ⁠des Ministeriums für Bodenschätze der kurdischen Regionalregierung mit. ‌Der Betrieb ⁠bleibe ausgesetzt, ‌bis ​das ⁠Ausmaß ​des Schadens begutachtet sei, ‌hieß ​es weiter.

Samstag, 14. März

23:17 Uhr – Trump: „Viele Länder“ werden Straße von Hormus mit absichern

US-Präsident Trump hat militärische Hilfe „vieler Länder“ für die sichere Fahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus in Aussicht gestellt. „Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormus betroffen sind – werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten“, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er ergänzte, dass „hoffentlich“ China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder, die von der Einschränkung betroffen sind, Schiffe entsenden werden.

Wie konkret das Ganze ist, blieb unklar. Trump versprach, die Straße von Hormus werde so oder so bald wieder „OFFEN, SICHER und FREI“ sein. Zuvor hatte er vor Journalisten gesagt, dass US-Kriegsschiffe in Kürze Tanker durch die Straße von Hormus begleiten sollten. Die Eskorte der US-Marine werde „bald“ beginnen. Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge ist im Iran-Krieg nahezu zum Erliegen gekommen. Das trieb die Preise in die Höhe.

23:14 Uhr – Brand druch herabfallende Trümmer im Emirat Fudschaira

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind weiter unter Beschuss. Behörden im Emirat Fudschaira teilten mit, die Luftabwehr habe eine Drohne abgefangen. Durch herabfallende Trümmer sei ein Brand ausgebrochen. Am Abend hieß es vom Medienbüro Fudschaira, die Löscharbeiten dauerten an. Bei dem Vorfall sei auch ein jordanischer Staatsbürger leicht verletzt worden. Angaben dazu, was genau brannte, wurden nicht gemacht. Der Hafen von Fudschaira ist ein wichtiger Lager- und Umschlagort vor allem für Öl.

23:02 Uhr – Feuer nach Drohnenangriff auf Flughafen von Bagdad gemeldet

Auf den internationalen Flughafen von Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Drohnenangriff verübt worden, durch den ein großes Feuer ausgelöst wurde. Die Drohnen hätten einen Militärstützpunkt auf dem Flughafen im Visier gehabt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP. Sie seien aber abgefangen und kurz vor dem Flughafenkomplex zum Absturz gebracht worden. Die abstürzende Drohne habe ein heftiges Feuer ausgelöst, hieß es aus den Sicherheitskreisen.

21:11 Uhr – Erneut Drohnenangriffe auf den Flughafen von Kuwait

Der internationale Flughafen in Kuwait ist am Samstagabend erneut mit Drohnen angegriffen worden. Wie die Luftfahrtbehörde des Golfstaates mitteilte, wurde der Flughafen „von mehreren Drohnen ins Visier genommen, die sein Radarsystem trafen“. Es sei niemand verletzt worden.

Seit dem Beginn des Iran-Kriegs wurde Kuwait mehrfach zum Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen. Neben dem Flughafen wurden auch Militärstützpunkte ins Visier genommen, auf dem US-Personal stationiert ist.

21:06 Uhr – Israel: Bodentruppen töten Dutzende Hisbollah-Milizionäre

Israelische Bodentruppen haben bei Kämpfen im Südlibanon einem Bericht der Zeitung „Times of Israel“ zufolge Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet. Das Verteidigungsministerium in Tel Aviv bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.

Die Armee bestätigte zudem, dass das Nordkommando seine Vorbereitungen fortsetze, um in der kommenden Woche zusätzliche Truppen aufzunehmen. Es gehe unter anderem um die 98. Division mit zwei Kampfbrigaden und zusätzlichen Pionierbataillonen sowie um die Golani-Brigade.

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Nach Darstellung des Nachrichtenportals „Axios“ will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte erneut ein Ende der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah.

19:36 Uhr – USA fordern Bürger zur Ausreise aus dem Irak auf

Die US-Botschaft in Bagdad ruft alle US-Bürger dazu auf, den Irak umgehend zu verlassen. Hintergrund ist ein Raketenangriff auf das Botschaftsgebäude in der Nacht. Wer sich entscheide, im Land zu bleiben, solle dies angesichts der erheblichen Bedrohung durch Iran-treue Milizen dringend überdenken, heißt es in einem Sicherheitshinweis der Vertretung.

19:17 Uhr – Türkei warnt Israel vor „neuem Völkermord“ im Libanon

Angesichts des militärischen Vorgehens Israels im Libanon hat die Türkei vor einem „neuen Völkermord“ gewarnt. „Wir sind offen besorgt, dass (der israelische Ministerpräsident Benjamin) Netanjahu unter dem Vorwand des Kampfes gegen die Hisbollah auf einen neuen Völkermord zusteuert“, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan. Die internationale Gemeinschaft müsse „so schnell wie möglich handeln“ und Israel Einhalt gebieten.

dpa/AFP/AP/Reuters/sebe/doli/jmr/krö/coh

Source: welt.de

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