Laut Medienberichten will die Baller League von Lukas Podolski den Spielbetrieb in Deutschland „vorerst pausieren“. Wie lang, ist unklar. Grund seien die Marktgröße und „strukturelle Bedingungen“.
Bei der Hallenfußballliga Baller League heißt es erstmal: Das Spiel ist aus. Zumindest für den deutschen Markt. Die Liga pausiere den Betrieb hierzulande „vorerst“, wie ein Sprecher des Startups gegenüber „DWDL“ sagte. Internationale Vertreter der Baller League nennen demnach als Gründe für die (vermeintliche) Pause die Marktgröße in Deutschland sowie „strukurelle Bedingungen“. Finanzielle Probleme dementierte Baller League International gegenüber „DWDL“.
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Im Dezember 2024 hatte das Startup eine Series-A-Runde in Höhe von 25 Millionen Euro abgeschlossen, angeführt vom europäischen VC-Fonds EQT Ventures. Im Juli 2025 sagte der CEO der Liga, Felix Starck, im OMR-Podcast, dass er für 2026 die Milliardenbewertung anstrebe – also den Unicorn-Status. Profitabel sei die Liga demnach jedoch noch nicht gewesen. Umsätze würden im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen.
Über die Baller League
Die Baller League wurde 2024 in Deutschland gegründet. Hauptinitiatoren sind unter anderem die beiden Profi-Fußballer Lukas Podolski und Mats Hummels, wobei Hummels die Baller League nach einer Saison im Juli 2024 wieder verließ. CEO ist Starck, er hat einen Background als Director und Producer.
Investoren und UK-Expansion
Und ja, 2025 war auch Expansionsjahr bei der Baller League: Die Sportinvestmentfirma Apex brachte Premier-League-Stars wie Mason Mount, Diogo Jota und Diogo Dalot an Bord. Im März investierte zudem Courtside Ventures – eine Firma mit NBA-Legende Michael Jordan als Anteilseigner.
Mit diesem Kapital startete die UK-Expansion erfolgreich: Sky Sports sicherte sich die Broadcasting-Rechte, die Finals im Juni 2025 fanden in der Londoner O2 Arena statt. Parallel verlagerte die Liga ihre deutsche Season 3 nach Berlin in den Hangar 7 am Flughafen Tempelhof. Ein wichtiger Partner hierzulande der Baller League, nämlich Xing, beendete einen Sponsoring-Vertrag. Planmäßig, laut „DWDL“.
Der Markt der Kleinhallen-Fußballligen konsolidiert sich hierzulande also etwas. Bleiben nach noch die Icon League von Toni Kroos und Streamer Elias Nerlich und die Kings League von Gerard Piqué.
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Source: businessinsider.de