„Aus Sicherheitsgründen“Buchmesse sagt Maximilian Krahs Romanvorstellung ab
18.02.2026, 11:56 Uhr
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Anfang März kommt ein Roman vom AfD-Europaabgeordneten Maximilian Krah auf den Markt. Wenige Tage später will er das Werk auf der Leipziger Buchmesse vorstellen. Doch die Veranstalter sagen das Event jetzt ab, seine Positionen seien zu „sehr kontrovers diskutiert“.
Die Leipziger Buchmesse hat die ursprünglich geplante Romanvorstellung des AfD-Politikers Maximilian Krah abgesagt. Die vom Castrum Verlag angemeldete Veranstaltung sei „nach sorgfältiger Prüfung aus Sicherheitsgründen“ gestrichen worden, teilte die Buchmesse mit.
Die Präsentation von Krahs Roman „Die Reise nach Europa“ war am 21. März vorgesehen. Für die Veranstaltung bestünden wegen der hohen Bekanntheit Krahs und seiner „öffentlich sehr kontrovers diskutierten Positionen massive Sicherheitsbedenken“, hieß es zur Begründung. Oberste Priorität sei der Schutz aller Besucherinnen und Besucher, insbesondere der vielen Schulklassen, Familien und jungen Menschen. Das Sicherheitskonzept sehe ausdrücklich vor, Veranstaltungen mit erheblichem Risikopotenzial nicht zuzulassen oder in einen anderen Rahmen zu überführen.
Krah sagte dem Nachrichtenportal „The Pioneer“, er nehme die Absage überrascht zur Kenntnis. Eine Buchmesse, die Angst davor habe, ein „unpolitisches“ Buch zu besprechen, brauche „kein Mensch“. Die angeführten Sicherheitsbedenken wies er zurück. Sein Verlag werde erneut versuchen, den Veranstalter umzustimmen. Eine Veranstaltung, „wo alle einer Meinung sein müssen, um sich präsentieren zu dürfen, ist intellektuell tot“.
Die Leipziger Buchmesse betonte hingegen, sie verstehe sich als Plattform für Ideen, Gedanken und Geschichten, auf der Literaturlandschaft, Gesellschaft und Öffentlichkeit eingeladen seien, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Das am 2. März 2026 erscheinende Werk von Krah, der jetzt wegen angeblich nicht entrichteter Mandatsträgerabgaben Ärger mit seiner Partei hat, behandelt Themen wie Europas Geschichte, Erinnerung, Identität und Verantwortung.
Source: n-tv.de