Arctic Sentry: Briten schicken Flugzeugträger Richtung Arktis

Großbritannien wird seine Flugzeugträgerkampfgruppe in diesem Jahr in den Nordatlantik und hohen Norden schicken. Das kündigte Premierminister Keir Starmer während der Münchner Sicherheitskonferenz an. Vor wenigen Tagen hatte die Nato als Reaktion auf den Grönland-Konflikt zwischen Europa und den USA den Einsatz Arctic Sentry gestartet.

Der Verbund wird laut Starmer von der HMS Prince of Wales angeführt und gemeinsam mit den USA, Kanada und anderen Nato-Verbündeten operieren. Dies sei ein starkes Zeichen für das Engagement für die euro-transatlantische Sicherheit, sagte der britische Regierungschef.

Mit der erhöhten Nato-Militärpräsenz in der Arktis soll Grönland besser überwacht und die Großmächte Russland und China abgeschreckt werden. Ziel sei die Absicherung eines der strategisch bedeutendsten und zugleich klimatisch herausforderndsten Gebiete, hatte Oberbefehlshaber Alexus G. Grynkewich erklärt.

Gespräche über Grönland gemäßigter

Der Einsatz war angeregt worden, um den Streit um Grönland zu entschärfen. US-Präsident Donald Trump hatte zeitweise mit Zolldrohungen einen Verkauf der Insel an sein Land erzwingen wollen. Sein Vorgehen begründete er mit der Behauptung, dass das zu Dänemark gehörende Territorium sonst nicht vor Russland und China sicher sei. Mittlerweile laufen die Gespräche gemäßigter. „Die Sicherheit in der Arktis ist für uns alle von großer Bedeutung, und wir müssen mehr tun“, sagte Starmer. Er sei erfreut über den Dialog, den es von Anfang an hätte geben sollen.

In seiner Rede mahnte Starmer die europäischen Partner zur stärkeren Aufrüstung – angesichts der Bedrohung durch das imperialistische Russland unter Präsident Wladimir Putin. Die Fähigkeit, die eigenen Interessen militärisch und wirtschaftlich durchzusetzen, sei „die Währung unserer Zeit“, sagte Starmer. 

„Wir müssen in der Lage sein, Aggression abzuschrecken, und ja, wenn nötig, müssen wir bereit sein, zu kämpfen, alles zu tun, was erforderlich ist, um unsere Mitmenschen, unsere Werte und unsere Lebensweise zu schützen“, sagte Starmer. Europa suche keinen Konflikt, sondern dauerhaften Frieden. Dafür müsse der europäische Kontinent auf eigenen Füßen stehen – unabhängiger vom transatlantischen Partner USA. Im Falle eines Waffenstillstands in der Ukraine würde die russische Aufrüstung die Gefahr für Europa nur noch verstärken. Deshalb müsse Europa auf diese Bedrohung reagieren.

Laut Starmer kann das heutige Großbritannien nicht mit dem Großbritannien der Brexit-Jahre verglichen werden. „Es gibt keine britische Sicherheit ohne Europa und keine europäische Sicherheit ohne Großbritannien. Das ist die historische Lektion, und es ist auch heute die Realität“, sagte Starmer.

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