Wie dringend der beschäftigungsfeindliche Anstieg der Sozialabgaben gestoppt werden muss, bestätigt der schwache Arbeitsmarkt im März. Die Frühjahrsbelebung ist zum vierten Mal enttäuschend ausgefallen und hat die Arbeitslosenzahl nicht unter die Drei-Millionen-Marke drücken können. Der Ausblick bleibt ernüchternd, zumal mit dem Irankrieg ein großer Unsicherheitsfaktor hinzugekommen ist, der mit Verzögerung die Beschäftigung dämpfen dürfte.
Arbeitsagenturchefin Andrea Nahles stimmt die Bürger trotzdem nur vorsichtig auf die erhöhten Risiken ein, wohl um Arbeitslose nicht zu entmutigen und Sorgen der Arbeitsplatzinhaber nicht zu befeuern. Ihr flapsiger Hinweis, das Beschäftigungstal werde nun halt „ein bisschen länger“, sollte niemanden in Sicherheit wiegen.
Zwar ist das Risiko, arbeitslos zu werden, im langjährigen Vergleich weiter relativ gering, zugleich sind die Chancen Arbeitsloser auf eine Stelle „historisch niedrig“. Dieser Befund mahnt die Regierung zur Eile, die hausgemachten Beschäftigungshürden schnellstens abzuräumen.