Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar nur minimal gesunken. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gibt es 3,07 Millionen Arbeitssuchende, 15.000 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank demnach um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent,
im Vergleich zum Februar 2025 legte sie um 0,1 Prozentpunkte zu.
„Auch zum Ende der Winterpause kommt der Arbeitsmarkt nicht in Schwung“, sagte Andrea Nahles, die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften
hat sich praktisch nicht verändert. Die Zahl der bei der Bundesagentur
gemeldeten offenen Stellen sank im Vergleich zum Vorjahr um 1.000 auf 638.000. Für die Februar-Statistik wurden Daten herangezogen, die bis zum 11. des Monats zur Verfügung standen
Weniger Ausbildungsstellen als im Vorjahr
Auf dem Ausbildungsmarkt gibt es derzeit 345.000 gemeldeten Stellen. Das sind 52.000 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Bewerber stieg
jedoch im gleichen Zeitraum um 4.000 auf 298.000. Der Ausbildungsmarkt
ist im Februar noch stark in Bewegung. Dennoch befürchtet die
Bundesagentur, dass es eine große Zahl von jungen Leuten ohne
Arbeitsplatz geben könnte, weil die Anforderungen der Betriebe mit den
Vorstellungen und Qualifizierungen der Bewerber nicht immer
übereinstimmt.
Im Januar dieses Jahres hatte die Arbeitslosenquote die Zahl von drei Millionen wieder übertroffen, davor war das im August 2025 bereits passiert. Zuvor hatte sie mehr als zehn Jahre lang darunter gelegen.
Keine größere Rolle auf dem Arbeitsmarkt spielt
derzeit das Instrument der Kurzarbeit. Nach aktuellen Daten wurde vom
1. bis einschließlich 23. Februar für 35.000 Personen konjunkturelle
Kurzarbeit angezeigt, was nicht automatisch bedeutet, dass diese dann
auch in Anspruch genommen wird.