ANZEIGE Claire Common: Vielfalt zu Händen sämtliche

Mode für Menschen mit und ohne Behinderung zu machen, ist der Ansatz der Modedesignerin Claire Common.

Inklusive Mode zu entwerfen war nie ihr Plan. Die Mannheimerin Claire Common hat Modedesign an der Hochschule in Pforzheim studiert und ist eher zufällig in das Thema „reingerutscht“, beim Lesen eines Zeitungsartikels. „Da habe ich realisiert, dass es keine ästhetische inklusive Mode gibt, und dieser Bericht hat mich angetrieben, weiter zu recherchieren und mich intensiver damit zu befassen“, sagt die Designerin. Das war 2022. 2023 folgte die erste Produktion. Die Kollektion umfasst vor allem Oberteile, ihre Hoodies zählen zu den Bestsellern, aber es gibt auch Shirts, Sweats und Kleider. Ihre Entwürfe können aber genauso von Menschen ohne Behinderung getragen werden, das ist Teil ihres Konzepts. „Bei mir steht der Mensch im Fokus, nicht die Behinderung“, betont Claire Common. „Meine Mode ist so konzipiert, dass jeder daran teilhaben kann.“
Wer jedoch glaubt, Claire Common produziere nur ein paar Unisex-Jersey-Teile, die keinen Anspruch an Passform haben, irrt: Jeder Entwurf wird auf Herz und Niere von einer Probandengruppe getestet, bevor er umgesetzt wird. Produziert wird in einem lokalen Inklusionsbetrieb, in dem Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten.

Auch bei Shootings setzt Common auf Vielfalt. „Menschen mit Behinderung dürfen nicht in eine Schublade gesteckt werden. Es sollte normal sein, sie in Kampagnen zu sehen.“

Dass an eine inklusive Kollektion andere Anforderungen gestellt werden, versteht sich von selbst. Jede Behinderung hat unterschiedliche Bedürfnisse. Das T-Shirt für Kinder mit Neurodiversität etwa muss besonders reizarm sein, da diese Kinder extrem feinfühlig sind und sich in allem, was sich nicht gut anfühlt, schnell ein Störgefühl entwickeln. Bei Menschen, die im Rollstuhl sitzen, muss man wiederum auf Reibungsverlust achten, Prothesen verlangen besondere Stoffe.

Doch gleich, für welche Behinderung die Styles entwickelt werden, haben sie eines gemeinsam: Sie sind sportlich, funktional – und noch wichtiger: Sie sehen nicht nach Reha aus. „Es gibt Kunden, die haben angefangen zu weinen, als sie ein Bekleidungsstück von mir angezogen haben, weil sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben schön gefühlt haben“, berichtet Claire Common von ihren Erfahrungen aus ihrem Store in der Mannheimer Innenstadt, wo sie die Kollektion neben ihrem Online-Shop verkauft.

Neben den Bestseller-Hoodies verkaufen sich Shirts für neurodiverse Kinder besonders gut. Ein Grund, warum sie den Anteil von Kindershirts ausbauen möchte. Um stärker sichtbar zu werden, nimmt die Mannheimerin an verschiedenen Reha-Messen teil. Viele Kunden werden über Mund-zu-Mund-Propaganda auf sie aufmerksam – oder über ihren zweiten Job. Neben ihrer Arbeit als Modedesignerin und Unternehmerin hält Common bei Firmen Vorträge über Inklusion und Chancengleichheit. Im nächsten Schritt sucht sie nach einem Partner oder Investor, um die Kollektion zu vergrößern und auch international zu vertreiben. „Mir ist es wichtig, dass Inklusion nicht nur ein Marketing-Wort ist, sondern wirklich ein Thema, das ernst genommen wird.“

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