In den Siebzigerjahren sorgte der Soziologe Richard Sennett mit dem Schlagwort „Tyrannei der Intimität“ für Aufsehen. Die Gegenwart, beklagte er, habe Nähe zu einem moralischen Wert an sich erhoben und den Mythos etabliert, dass sich „sämtliche Missstände der Gesellschaft auf deren Anonymität, Entfremdung, Kälte zurückführen“ ließen.
Source: faz.net