Ein angeblicher Geheimdienstbericht soll andeuten, dass Andrew Mountbatten-Windsor womöglich von russischen Spionen ausgenutzt wurde.
Die Beziehungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) haben für Andrew Mountbatten-Windsor (66) erst kürzlich zu einer Festnahme geführt. Jetzt wird in britischen Medien von einem angeblichen Geheimdienstbericht geschrieben, demzufolge Andrew in den vergangenen Jahren in den Fokus russischer Spione gerückt sein könnte. Die Vorwürfe klingen wie ein Spionagethriller, der die Bestsellerlisten anführen könnte.
Ex-Prinz Andrew: Der Hass auf seinen Bruder
Der ehemalige Prinz Andrew, dem die Titel von seinem Bruder, König Charles III. (77), entzogen wurden, soll unwissentlich mit Spionen aus dem Kreml zu tun gehabt haben, wie die „Daily Mail“ berichtet. Die britische Boulevardzeitung habe demzufolge Einsicht in einen Geheimdienstbericht aus den USA erhalten, der vom 15. Januar 2026 stammen soll.
„Es heißt darin: ‚Andrew Mountbatten-Windsor (AMW) wurde vom russischen Geheimdienst gefördert, um eine Person zu haben, die der britischen Königsfamilie nahesteht“, zitiert die Zeitung eine anonyme Quelle. Weiter sei vermerkt, dass Andrew angeblich „seit langem Hass gegen seinen Bruder Charles, den er als schwach ansieht“, hege. Er habe sich selbst einst eher in der Rolle des zukünftigen Königs gesehen, für die er seiner Ansicht nach besser geeignet sei.
„AMW wurde nicht erpresst oder auf andere Weise zu dieser Rolle gezwungen – vielmehr war er aufgrund finanzieller, sexueller und persönlicher Vergütungen ein williger Teilnehmer an diesen Vorhaben“, berichtet die Quelle weiter. „Der russische Geheimdienst nutzte die sexuellen Neigungen von AMW, um eine Beziehung zu ihm aufzubauen und diesen psychischen Zustand für weitere Gewinne auszunutzen“, heißt es dort weiter.
Nicht nur der Kreml…
Der Autor Andrew Lownie, der unter anderem „Entitled: The Rise and Fall of the House of York“ über Mountbatten-Windsor und dessen Ex-Frau Sarah Ferguson (66) geschrieben hat, äußert sich im Gespräch mit der „Daily Mail“ ebenso kritisch. „Es ist nun eindeutig, dass die US-Geheimdienste davon ausgehen, dass Andrew Mountbatten-Windsor sowohl von russischen als auch von chinesischen Spionen dazu benutzt wurde, ihren Einfluss auszuweiten“, sagt Lownie.
Auf die Frage, wie so etwas möglich sei, ohne dass Andrew davon mitbekomme, vermutet der Autor: „Sie werden Schwächen ausfindig machen und ausnutzen, und in Andrews Fall war er ihr nützlicher Idiot.“ Das sei die übliche Vorgehensweise von Spionen. Er glaube, „dass auf den König und die königliche Familie noch viel mehr zukommen wird“, da derzeit potenzielle Fragen der nationalen Sicherheit geprüft würden. Auch vermutet Lownie: „Putin könnte Andrew jederzeit mit Fotos, Geschichten und Beweisen, die er zweifellos über Andrew in Russland hat, fertigmachen.“
Andrew und der chinesische Spion
Bereits im Jahr 2024 hatte es Berichte über Beziehungen Andrews zu einem mutmaßlichen chinesischen Spion gegeben. Der Mann habe ein „ungewöhnliches Maß an Vertrauen“ aufbauen können und wurde vor Gericht als „enger Vertrauter“ Andrews beschrieben, wie die britische Rundfunkanstalt BBC mitteilte. Er habe dem damaligen Duke of York so nahe gestanden, dass er 2020 zur Geburtstagsfeier des Ex-Prinzen eingeladen wurde und in Gesprächen mit chinesischen Investoren im Namen Andrews handeln durfte.
Der Mann, der damals nur „H6“ genannt wurde, sei des Landes verwiesen worden. In einem Statement aus dem damaligen Büro Andrews, das „Sky News“ vorlag, war die Rede davon, dass der ehemalige Prinz dem Rat der Regierung gefolgt sei. Er habe „jeden Kontakt mit der Person beendet, nachdem Bedenken geäußert wurden“. Es sei demzufolge nie zu einem Austausch sensibler Informationen gekommen.
Andrew Mountbatten-Windsor war zuletzt am Morgen seines 66. Geburtstags, am 19. Februar, festgenommen und am Abend wieder entlassen worden. Charles‘ Bruder wird vorgeworfen, dass er zu seiner Zeit als Handelsattaché womöglich vertrauliche Infos an Epstein herausgegeben haben könnte. Während er sich in Gewahrsam befand, wurden von der Polizei Durchsuchungen in Norfolk und Berkshire durchgeführt.
Bislang wurde Andrew nicht angeklagt. Sollte dies geschehen und der Royal würde verurteilt, würde im Höchstfall sogar lebenslange Haft drohen. Anscheinend haben die Behörden ausreichende Hinweise auf ein mögliches Fehlverhalten Andrews. Wendy Joseph, einstmals Richterin am Zentralen Strafgerichtshof in London, kommentierte laut „Tagesschau“: „Bei einem Verdächtigen dieser Art wäre es außergewöhnlich, wenn sie nicht viel Arbeit investiert hätten, um sicherzustellen, dass sie einen Fall aufbauen können.“
Kurz nach der Festnahme seines Bruders machte der König unmissverständlich klar, dass „das Gesetz seinen Lauf nehmen“ müsse. Charles habe laut eines offiziellen Statements „mit tiefster Besorgnis die Nachricht über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht des Amtsmissbrauchs erfahren“. Weiter wolle er sich zu der Angelegenheit nicht äußern und die Familie wolle sich auf ihre Aufgaben konzentrieren, den Ermittlern sichere man allerdings „volle und aufrichtige Unterstützung und Kooperation“ zu.
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Source: stern.de