Andrea Illy im Gespräch: „Am Kaffee verdient die deutsche Regierung mehr wie die Kaffeebauern“

Morgens, 8 Uhr. Wir treffen Andrea Illy in einem Hotel zum Frühstück.

Herr Illy, wie schmeckt der Kaffee, den der Kellner gerade gebracht hat?

Es ist ein Cappuccino, wissen Sie. Er . . . er ist . . . (Pause)

Er stammt aus einer Maschine?

Aus einem Vollautomaten.

Mehr sagen Sie über den Kaffee nicht?

Beruhigt Kaffee Sie gerade eher, oder regt er Sie eher auf?

Es gibt große Chancen, aber auch große Bedrohungen. Die Bedrohung ist der Klimawandel. 2015 wussten wir schon, dass rund die Hälfte der bisherigen Anbaugebiete bald nicht mehr für Kaffee geeignet sein würde. Zehn Jahre später sehen wir, dass immer mehr und immer stärkere Wetterereignisse die Produktivität senken. 2024 hatten wir zwei Dürren in den zwei führenden Produktionsländern. Das hat Sorgen ausgelöst und Gelegenheiten für Spekulation geschaffen. Deshalb sind die Kaffeepreise vergan­genes Jahr durch die Decke gegangen.

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