„Aktenzeichen XY“: Morde und Vergewaltigungen: Zu diesen Fällen spendieren Zuschauer wichtige Tipps


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Immer wieder helfen TV-Zuschauer von „Aktenzeichen XY“ der Polizei bei der Aufklärung teils lange zurückliegender Fälle. Hinweise gab es zu drei der vorgestellten Verbrechen.

In der „Aktenzeichen XY“-Ausgabe von diesem Mittwoch ging es unter anderem um Sexualdelikte, Mord und Steuerhinterziehung in großem Stil.

Zu mindestens drei der in der Sendung vorgestellten Fälle hat die Polizei vielversprechende Hinweise erhalten. Hier eine erste Bilanz:

Mord an Seckin Caglar bei „Aktenzeichen XY”

In einem 35 Jahre zurückliegenden Mordfall an einer Jugendlichen in Köln hat die Polizei nach der Sendung einige Hinweise erhalten. Es habe sich bisher etwa eine Handvoll Anrufer gemeldet, sagte ein Polizeisprecher. Die Hinweise würden nun ausgewertet. Die Polizei hofft auf neue Zeugen oder mögliche Mitwisser.

Die 16-jährige Seckin Caglar war am 16. Oktober 1991 auf dem Heimweg von ihrer Ausbildungsstelle aus der Straßenbahn gestiegen und verschwunden. Am nächsten Tag wurde ihre Leiche hinter einem Gebüsch nahe der Haltestelle im rechtsrheinischen Köln-Poll gefunden. Das Mädchen war sexuell missbraucht und erwürgt worden.

Vergewaltigungsserie in Hamburg und Neumünster

Es geht bei den drei Fällen um einen bislang unbekannten Mann, der in den Jahren 2020, 2021 und 2024 drei Sexualdelikte an jungen Frauen begangen haben soll. Bereits im August 2024 hatte die Polizei ein Phantombild des Mannes veröffentlicht, nachdem er eine 19-Jährige im Hamburger Stadtteil Wandsbek überfallen haben soll. Dabei konnten dem Unbekannten anhand von DNA-Spuren zwei Sexualstraftaten aus den Jahren 2020 und 2021 zugeordnet werden.

Demnach hatte der Tatverdächtige im November 2021 eine damals 17-Jährige am Hauptbahnhof Neumünster bedrängt und war ihr gefolgt. Er bedrohte die junge Frau und nahm sexuelle Handlungen an ihr vor. In einem weiteren Fall soll der Unbekannte im August 2020 eine damals 19-Jährige in Hamburg-Billstedt bedrängt und sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen haben.

Auch hierzu hat die Polizei mehrere Hinweise erhalten. Ein Hinweisgeber aus Istanbul rief während der Sendung an und nannte den Namen eines Bekannten. Diese Hinweise werden nun näher geprüft, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen.  Weitere Angaben machte er zunächst nicht. 

Fahndung nach Ihor Libych wegen illegaler Zigarettenfabrik

Zoll und Staatsanwaltschaft fahnden nach einem mutmaßlichen Steuerbetrüger, der maßgeblich an der vor einem Jahr aufgeflogenen illegalen Zigarettenfabrik in Düsseldorf beteiligt gewesen sein soll. Der 37 Jahre alte Ukrainer Ihor Libych halte sich möglicherweise im Raum Aachen oder im europäischen Ausland auf, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Er könnte gefährlich und bewaffnet sein.

In der illegalen Fabrik waren laut Ermittlern vom April 2024 bis März 2025 etwa 275 Millionen Zigaretten hergestellt worden. Der Steuerschaden liege bei mehr als 53 Millionen Euro. Wegen der Vorwürfe laufen beim Landgericht Düsseldorf zwei Prozesse, in dem acht Angeklagte bereits Geständnisse abgelegt haben.

Der Gesuchte soll laut den bisherigen Ermittlungen für Logistik und Materialwirtschaft und für die Verarbeitung von Rohtabak zu Feinschnitttabak verantwortlich gewesen sein.

Ein konkreter Hinweisgeber meldete sich im XY-Studio und nannte den vermuteten Aufenthaltsort des Gesuchten. Die Polizei leitete umgehend entsprechende Maßnahmen ein. 

Quellen: DPA, ZDF

DPA

tkr

Source: stern.de