AfD und Wirtschaft: Hier bröckelt die Brandmauer

Felix Teichner wirkt an diesem Vormittag wie ein Politiker unter vielen. Der
AfD-Mann sitzt auf einer Bühne in einer Hotelbar in Prenzlau, neben Karina Dörk von der CDU, der Landrätin der Uckermark. Beide bekommen Brot, Wurst und
Milch gereicht. Sie sollen raten, welche Produkte aus der Region kommen und
welche nicht. »Das wäre eine Katastrophe, wenn ich das als Fleischersohn nicht
hinbekomme«, scherzt Teichner, als er nach der Wurst greift. Gelächter im Raum.
Tatsächlich liegt Teichner jedes Mal richtig und gewinnt 3:2.

Regionale
Wirtschaftsverbände haben die beiden Politiker zu einem Kandidatenforum
eingeladen. An diesem Sonntag wird in der Uckermark ein neuer Landrat gewählt. Und
der Herausforderer Teichner darf sich Chancen ausrechnen, Amtsinhaberin Dörk zu
schlagen. In der regionalen Wirtschaft wird deshalb bereits darüber diskutiert, wie eine Zusammenarbeit mit der AfD aussehen könnte. Viele Unternehmer hier halten eine Ausgrenzung der Partei, die vom Brandenburger Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft worden ist, ohnehin für falsch.

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