Nach Monaten der Annäherung hat die AfD-Spitze deutliche Kritik an der Außenpolitik der USA geübt. „Donald Trump hat gegen ein
elementares Wahlversprechen verstoßen – nämlich, sich nicht in andere
Staaten einzumischen“, sagte Partei- und Fraktionschefin Alice Weidel in Berlin. Der Co-Vorsitzende Tino Chrupalla sagte, „Wildwest-Methoden“ seien klar abzulehnen.
Die AfD hatte sich in den vergangenen Monaten um intensivere
Beziehungen zu den USA bemüht, insbesondere zu Trumps Republikanern.
Erst vor wenigen Wochen war eine Delegation von AfD-Abgeordneten nach
Washington gereist und hatte Gespräche mit Vertretern des Trump-Lagers
geführt. Republikanische Politiker in den USA äußerten sich wiederholt
positiv über die deutsche Rechtsaußen-Partei.
Überdies warf Weidel den Medien in Deutschland vor, mit zweierlei Maß zu messen. „Wir haben jetzt ein paar Jahre Gejaule gehört, dass Putin
gegen das Völkerrecht verstößt“, sagte sie mit Blick auf den russischen Präsidenten. „Und jetzt sind Sie plötzlich ziemlich leise, wenn Donald Trump das
Gleiche tut, und zwar die Souveränität eines Staates, wie Venezuela
angreift und das auch droht, mit Grönland zu tun.“
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