Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl steht die AfD Sachsen-Anhalt in den Umfragen zwar weiterhin mit Abstand an der Spitze und träumt bereits von der Alleinregierung. Intern aber, das zeigen Recherchen der ZEIT, erschüttert ein Machtkampf die Partei, der durchaus das Potenzial besitzt, die selbstbewussten Ziele des Landesverbands um Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zu gefährden. In diesem Streit wirft der Landesvorstand dem früheren Generalsekretär Jan Wenzel Schmidt Bereicherung und Untreue vor und hat seinen Parteiausschluss beantragt. Schmidt wiederum bestreitet das und hat schon vor Wochen einen Brief angekündigt, in dem er über angebliche Verfehlungen der Parteiführung auspacken wolle. Nun hat er sein Versprechen wahrgemacht.