Kann man eine Partei aus dem Homeoffice heraus organisieren und führen? Dazu könnte die AfD nach Ende einer Gerichtsverhandlung gezwungen sein, in der sich am Freitag die Partei und Lukas Hufnagl gegenüberstehen. Dem Wiener Immobilieninvestor gehört das Bürogebäude im Berliner Norden, in dem sich die AfD mit ihrer Bundeszentrale eingemietet hat. Hufnagl hatte der Partei im März fristlos gekündigt, weil sie am Abend der Bundestagswahl nicht nur die eigenen Räume, sondern auch den Innenhof für eine opulente Wahlparty umgestaltet hatte – mit internationalen Gästen, viel Presse, mit qualmendem Barbecue, Drinks an Stehtischen und farbig an die Fassade geworfenem Parteilogo. Alles mietvertragswidrig, begründete Hufnagl. Die AfD widersprach, alles sei im Rahmen der Vereinbarungen und bisherigen Gepflogenheiten abgelaufen. Nun soll das Landgericht Berlin entscheiden.