Rüdiger Lucassen hat es eilig. Sein Flieger hatte Verspätung, sein Zeitplan gerät ins Wanken. Aber jetzt steht der AfD-Politiker vor einer Wand aus Männerrücken, einem Halbkreis aus Journalisten, die auf dem Promenadenplatz vor dem Hotel Bayerischer Hof in München auf Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius warten. Lucassen setzt über den Rasen, hebt den Rollkoffer über eine Kordel und schiebt energisch einige von ihnen zur Seite. „Darf ich mal? Entschuldigung.“ Geschafft. Er ist wieder da.
An diesem Wochenende findet, wie jedes Jahr im Februar, die Münchner Sicherheitskonferenz statt. Rund 1.000 Teilnehmer aus etwa 120 Ländern sind vor Ort, Dutzende Staats- und Regierungschefs, Militärangehörige, Geheimdienstler und Parlamentarier. Es ist die zweite Konferenz, seit Donald Trump wieder im Amt ist. Vertreter seiner Maga-Bewegung sind nach München gereist. Und drei Bundestagsabgeordnete der AfD: Anna Rathert, Heinrich Koch und Rüdiger Lucassen.