AfD erreicht neuen Höchstwert und kommt erstmals aufwärts Platz zwei – Linke verliert

Im September wählt Berlin ein neues Landesparlament. In einer aktuellen Insa-Umfrage legt die AfD zu, Linke und SPD verlieren – die CDU bleibt stärkste Kraft. Rechnerisch sind zwei Dreierbündnisse möglich.

Rund sieben Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 rückt die AfD in einer aktuellen Insa-Umfrage für „Bild“ erstmals auf den zweiten Platz vor. Die Partei kommt mit einem Plus von einem Prozentpunkt nun auf 17 Prozent und liegt damit vor der SPD, die nur noch 16 Prozent (-1 Prozentpunkt) erreicht. Stärkste Kraft bleibt die CDU des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner mit 22 Prozent (+/-0).

Knapp dahinter folgen die Grünen mit 15 Prozent, die einen Prozentpunkt zulegen. Die Linke verliert zwei Prozentpunkte und kommt ebenfalls auf 15 Prozent.

Lesen Sie auch

Für die derzeitige schwarz-rote Koalition aus CDU und SPD reicht es nach diesen Werten nicht: Beide Parteien kommen zusammen nur auf 38 Prozent. Rechnerisch wäre damit für eine stabile Regierung ein Dreierbündnis notwendig. Die CDU hat Koalitionen mit AfD und Linken ausgeschlossen. Regieren könnte die CDU demnach mit einem Bündnis mit SPD und Grünen.

Zugleich hätte jedoch ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken nach den Umfragewerten eine rechnerische Mehrheit. Die drei Parteien kämen zusammen auf 46 Prozent und könnten die CDU in die Opposition schicken. Bei der Wiederholungswahl zum Abgeordnetenhaus im Jahr 2023 war sie mit 28,2 Prozent stärkste Kraft geworden.

FDP und BSW liegen in der Insa-Erhebung jeweils bei 4 Prozent und wären nach aktuellem Stand nicht im Parlament vertreten.

Die Umfragewerte im Überblick:

  • CDU: 22 Prozent (+/0)
  • AfD: 17 Prozent (+1)
  • SPD: 16 Prozent (-1)
  • Grüne: 15 Prozent (+1)
  • Linke: 15 Prozent (-2)
  • FDP: 4 Prozent (+1)
  • BSW: 4 Prozent (+/-0)
  • Sonstige: 7 Prozent (+/-0)

Wahlumfragen sind grundsätzlich mit Unsicherheiten behaftet. Sie bilden nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. Für die Insa-Umfrage wurden 1000 Personen befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten.

rct

Source: welt.de

AfDBalken-InboxCDULandtagswahl BerlinNewsteamSPDUmfragenWahlumfragen (ks)