Acht Tote c/o Lawinenabgang in Kalifornien

Stand: 19.02.2026 00:24 Uhr

Während eines Sturms in Kalifornien war eine Gruppe Skifahrer von einer Lawine mitgerissen worden – acht Menschen konnten nun nur noch tot gefunden werden. Die Ermittler wollen prüfen, warum die Tour trotz des Wetters stattfand.

Nach einem Lawinenabgang im Norden des US-Bundesstaats Kalifornien sind acht zuvor vermisste Skifahrer tot aufgefunden worden. Ein weiteres Mitglied der Gruppe werde noch vermisst, teilten die Behörden mit. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, sprach von einer „entsetzlichen Tragödie“.

Das Unglück hatte sich am späten Dienstagvormittag (Ortszeit) am Berg Castle Peak in der Sierra Nevada nordöstlich der Stadt Sacramento ereignet. Dort wurde eine insgesamt 15-köpfige Gruppe von der Lawine mitgerissen. Sechs Skifahrer konnten verletzt geborgen werden, zwei von ihnen wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Extreme Wetterbedingungen im Gebirge erschwerten den Rettungseinsatz, der mehrere Stunden dauerte. Die mehr als 50 beteiligten Rettungskräfte mussten sich bei stürmischen Bedingungen zu den Verunglückten vorkämpfen, die von Schnee und Eis eingeschlossen waren.

Tourveranstalter im Visier

Die Gruppe hatte sich auf einer dreitägigen Tour befunden, wie der Meteorologe Steve Reynaud vom Sierra Avalanche Center mitteilte. Dabei hätten die Teilnehmer „raues, gebirgiges Terrain“ bewältigen müssen.

Kalifornien wird diese Woche von einem schweren Wintersturm heimgesucht. Er bringt Gewitter, starken Wind und heftige Schneefälle in den Bergregionen mit sich. Laut dem Sierra-Lawinenzentrum im Tahoe National Forest in Truckee herrscht in der zentralen Sierra Nevada hohe Lawinengefahr. Sheriff Shannan Moon erklärte, die Ermittler wollten die Entscheidung prüfen, die Tour trotz der Vorhersage von anhaltend schlechtem Wetter stattfinden zu lassen.

Die Opfer, darunter drei Bergführer, wurden demnach nah beieinander gefunden. Bei den Toten und der vermissten Person handelte es sich um sieben Frauen und zwei Männer im Alter von 30 bis 55 Jahren. Aufgrund der extremen Bedingungen konnten die Einsatzkräfte die Opfer noch nicht vom Berg holen, wie Moon erklärte.

Schwerstes Lawinenunglück in den USA seit 1981

Alle Teilnehmer der Tour trugen Sender bei sich, mit deren Hilfe die Retter sie orten konnten. Mindestens einer der Bergführer konnte auch eine Textnachricht verschicken. Während sie auf Rettung warteten, versuchten die Überlebenden, sich so gut wie möglich vor den eisigen Temperaturen zu schützen.

Das Lawinenunglück war das schwerste in den USA seit 1981, als elf Bergsteiger am Mount Rainier im Bundesstaat Washington ums Leben kamen.

Source: tagesschau.de