27 Gründe gegen dasjenige „Gen-Z-ist-faul“-Klischee

Beim „27 Talents Award“ werden junge Gründer ausgezeichnet. Das Ergebnis: ein überzeugendes Gegenargument zum „Gen Z ist faul“-Klischee.

Die 27 Gewinner des 27 Talents Award 2025 – maximal 27 Jahre alt, maximal ambitioniert.
Gründerszene

Wer am Mittwoch beim „27 Talents Award“ war, dürfte danach weniger Lust auf das „Gen-Z-ist-faul“-Narrativ haben. Zwischen Gründerinnen, VC-Analysten, Konzern-Innovatoren und einer 15-jährigen Finanzbildungs-Creatorin wirkte die Debatte plötzlich ziemlich alt.

Der Award, initiiert von Startup Teens gemeinsam mit Gründerszene, richtet sich an junge Gründer und Intrapreneure, die höchstens 27 Jahre alt sind. Aus allen Nominierungen wählt eine Jury 27 Talente aus. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Mentoring durch Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft und Tech.

Konzentrierte Stimmung vor der nächsten Auszeichnung.
Gründerszene

„Wir möchten zeigen, wie viel Potenzial junge Menschen mitbringen und wie einzelne Personen mit ihrer Kreativität, ihrem Durchsetzungsvermögen und ihrer Innovationskraft die Bereiche, in denen sie arbeiten, zum Besseren verändern“, sagt Hauke Schwiezer, Co-Founder und Geschäftsführer von Startup Teens. „Diesen Talenten Sichtbarkeit zu verschaffen und Zugang zu einem hochkarätigen Netzwerk zu gewährleisten, ist das Ziel der Auszeichnung.“

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Das Mentoring ist dabei kein symbolischer Zusatz: „Davon profitieren nicht nur die jungen Talente, sondern im Reverse-Mentoring auch die erfahrenen Mentoren“, sagt Schweizer.

Gründer, Intrapreneure, VC-Talente

Die 27 Ausgezeichneten kommen aus sehr unterschiedlichen Bereichen. Einige haben bereits ein Studium abgeschlossen, andere studieren noch oder haben schon während der Schulzeit gegründet.

Paar Beispiele:

Bibifotima Zukhurova ist mit 15 Jahren die jüngste Preisträgerin. Sie entwickelt digitale Bildungsformate rund um Finanzwissen für die Generation Z und erklärt dort Themen wie Budgetplanung, Sparen und Investieren.

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Philipp Özren, Diplom-Jurist und Co-Founder von StickTo, verbindet juristische Ausbildung mit einem unternehmerischen Ansatz. Sein Unternehmen entwickelt Bildungsangebote, die jungen Menschen bei Orientierung, Entscheidungsfindung und persönlicher Entwicklung helfen sollen.

Seher Danismann, Gründerin von Fitspirated, hat einen Sport-Hijab entwickelt, der auf die Bedürfnisse muslimischer Sportlerinnen zugeschnitten ist. Ihr Produkt verbindet Funktionalität mit Fragen von Zugang und Teilhabe im Sport.

Auch Kapital ist vertreten: Celine Xiao arbeitet bei DN Capital und sammelt dort Erfahrung im Venture-Capital-Umfeld.

Innovation im Konzern statt Garage

Nicht alle der 27 Talente bauen gerade ein eigenes Startup. Einige treiben Innovation dort voran, wo Budgets, Strukturen und tausende Mitarbeitende im Spiel sind: bei Microsoft, SAP, Deloitte, Accenture, ALDI Nord oder der Deutschen Telekom.

Drinks in der Hand, Visionen im Kopf.

Dort arbeiten sie an Digitalisierungs- und Transformationsprojekten oder entwickeln neue Geschäftsmodelle – also genau an den Themen, die über die Zukunft dieser Konzerne entscheiden.

Bühne, Gespräche, Burrata

Nach der Preisverleihung mischten sich Talente, Mentorinnen und Mentoren im Veranstaltungsbereich. Auf den Tellern: Caesar-Salat, Burrata, Hähnchen mit Kartoffelpüree, Fisch mit Gemüse und Mousse au chocolat. Netzwerken geht bekanntlich besser mit Dessert.

Source: businessinsider.de