200 Verletzte an Bord: US-Flugzeugträger muss nachher Brand Hafen anlaufen

200 Verletzte an BordUS-Flugzeugträger muss nach Brand Hafen anlaufen

18.03.2026, 06:48 Uhr

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Ein Flugzeugträger umfasst mehrere tausend Besatzungsmitglieder. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die „USS Gerald R. Ford“ ist bereits seit Monaten im Einsatz: zuerst vor der Küste Venezuelas, jetzt im Nahen Osten im Rahmen des Iran-Kriegs. Nach einem Feuer muss sich der Flugzeugträger nun vorerst in einen Hafen zurückziehen.

Der im US-israelischen Krieg gegen den Iran eingesetzte US-Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ muss nach einem Feuer an Bord einen Hafen anlaufen. Das Schiff befindet sich derzeit im Roten Meer und werde wohl vorübergehend die Souda-Bucht auf Kreta ansteuern, berichten mehrere US-Medien übereinstimmend.

Das Feuer ist dem Bericht zufolge am Donnerstag in der Wäscherei ausgebrochen – in einem Wäschetrockner. Anschließend habe sich der Brand schnell ausgebreitet, berichtet die „New York Times“. Die Besatzung des Schiffs kämpfte rund 30 Stunden gegen die Flammen, um diese unter Kontrolle zu bringen.

Einem von der Nachrichtenagentur Reuters zitierten Insider zufolge wurden fast 200 Seeleute wegen Rauchvergiftungen behandelt. Ein Soldat sei zudem ausgeflogen worden. Rund 600 Besatzungsmitglieder sollen durch das Feuer ihre Betten auf dem Flugzeugträger verloren haben. Seit dem Brand müssen sie demnach auf dem Boden oder auf Tischen nächtigen.

Die „USS Gerald R. Ford“ befindet sich bereits im zehnten Monat ihres Einsatzes. Sollte das Schiff auch Mitte April noch im Einsatz sein, würde es den Rekord für den längsten andauernden Einsatz eines Flugzeugträgers seit dem Vietnamkrieg brechen. Dieser Rekord von 294 Tagen wurde 2020 von der „USS Abraham Lincoln“ aufgestellt.

Im Oktober vergangenen Jahres wurde die „USS Gerald R. Ford“ während eines Einsatzes im Mittelmeer von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in die Karibik abkommandiert. Dort war sie Teil der US-Kampagne gegen Venezuela, die in der Entführung des dortigen Machthabers Nicolás Maduro gipfelte. Anschließend ging es für den Flugzeugträger wieder zurück über den Atlantik und in den Nahen Osten für den Krieg gegen den Iran.

Den Besatzungsmitgliedern wurde laut „New York Times“ bereits mitgeteilt, dass ihr Einsatz voraussichtlich bis in den Mai hinein verlängert wird, wodurch sie ein ganzes Jahr auf See verbringen würden – doppelt so lange wie bei einem normalen Einsatz eines Flugzeugträgers. An Bord des Schiffs befinden sich rund 4500 Seeleute und über 75 Militärflugzeuge, darunter Kampfjets vom Typ F-18 Super Hornet.

Quelle: ntv.de, lme

Source: n-tv.de