US-Militär trifft Vorbereitungen: Insider: Diese Iran-Optionen liegen hinaus Trumps Schreibtisch

US-Militär trifft VorbereitungenInsider: Diese Iran-Optionen liegen auf Trumps Schreibtisch

20.02.2026, 18:37 Uhr

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Auch Irans geistliches Oberhaupt, Ayatollah Ali Chamenei, könnte ins Fadenkreuz des US-Militärs geraten. (Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire)

Im Atomstreit mit dem Iran droht Trump dem Ajatollah-Regime mit Gewalt. Im Hintergrund bereiten sich die US-Streitkräfte schon auf den Ernstfall vor. Insidern zufolge stehen dem US-Präsidenten mehrere Szenarien zur Auswahl.

Die militärischen Planungen der USA für einen Angriff auf den Iran sind Insidern zufolge weit fortgeschritten und umfassen drastische Optionen. Sollte US-Präsident Donald Trump den Befehl erteilen, könnten gezielte Tötungen innerhalb der iranischen Führung bis hin zu einem erzwungenen Regimewechsel in Teheran erfolgen, sagten zwei mit den Vorgängen vertraute US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Vorbereitungen sind das jüngste Anzeichen dafür, dass sich Washington für einen ernsthaften Konflikt rüstet, sollten die diplomatischen Bemühungen scheitern. Reuters hatte bereits in der vergangenen Woche berichtet, dass sich das US-Militär auf eine wochenlange Luftoffensive gegen iranische Sicherheitsanlagen und die nukleare Infrastruktur einstellt.

Die neuen Informationen deuten auf detailliertere und ehrgeizigere Pläne hin. Trump hatte in den vergangenen Tagen öffentlich über einen Sturz der Führung in der Islamischen Republik spekuliert und dies als „das Beste, was passieren könnte“, bezeichnet. Zwar nannten die Insider keine Namen potenzieller Zielpersonen, verwiesen aber auf die Effektivität gezielter Schläge gegen die Befehlskette.

Ein Regierungsvertreter erinnerte an den zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im vergangenen Jahr. Damals seien israelischen Angaben zufolge mindestens 20 hochrangige Kommandeure getötet worden, darunter Generalstabschef Mohammad Bagheri. Dies habe den Nutzen solcher Angriffe auf die Führungsriege der Revolutionsgarden (IRGC) bewiesen.

Ein Befehl zum Regimewechsel würde eine weitere Abkehr von Trumps Wahlkampfversprechen bedeuten, die in anderen Fällen „gescheiterte Politik“ früherer Regierungen zu beenden. Allerdings hat der Präsident bereits Härte demonstriert: Im vergangenen Monat entsandte er Spezialkräfte nach Venezuela, die Präsident Nicolas Maduro in einem gewagten Zugriff aus dessen Anwesen in Caracas entführten. Für einen Konflikt mit dem Iran haben die USA massive Feuerkraft im Nahen Osten zusammengezogen, vor allem auf Kriegsschiffen und mit Kampfflugzeugen.

Parallel zu den militärischen Drohgebärden laufen diplomatische Bemühungen für ein neues Atomabkommen mit dem Iran unter Hochdruck. Trump setzte jedoch faktisch eine Frist von zehn bis 15 Tagen, bevor die USA handeln könnten. „Es werden wirklich schlimme Dinge passieren“, warnte er für den Fall, dass keine Einigung erzielt werde.

Zwar sprachen der iranische Außenminister Abbas Araghtschi und US-Unterhändler am Dienstag von einer Einigung auf „Leitprinzipien“. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, betonte jedoch am Mittwoch, man liege in zentralen Fragen noch weit auseinander. Trump fordert unmissverständlich den Verzicht Teherans auf Atomwaffen als Bedingung für Frieden im Nahen Osten.

Quelle: Phil Stewart und Idrees Ali, rts

Source: n-tv.de